Hoppenstedt-Studie Frauen im Management (2012)

Eine Kooperation mit der Hochschule Osnabrück

Wo in unserer Wirtschaft wirken Frauen entscheidend mit? Mit der fortlaufenden Hoppenstedt-Studie „Frauen im Management“ nehmen die Projektpartner die deutsche Wirtschaft mit ihren Topfrauen ganz genau unter die Lupe. Die Analyse liefert dabei nicht alleine Zahlen zu Frauen im Top- und mittleren Management für ganz Deutschland und über alle Branchen und Funktionsbereiche hinweg.

 

Frauen im Management

Sie bietet auch eine Vielzahl möglicher Vergleiche:

  • In welchen Bundesländern und/oder Regionen ist der Frauenanteil im Management der Unternehmen besonders hoch oder niedrig?
  • Hat sich der Anteil an Frauen im Management im Lauf der Jahre in unterschiedlichen Branchen unterschiedlich stark entwickelt?
  • Gibt es in großen Unternehmen signifikant mehr oder weniger Frauen in Führungspositionen als in kleineren?
  • Ist der Anteil von Frauen im Management bei relativ neuen Unternehmen höher als bei alteingesessenen? Diese und viele andere Fragen beantwortet die Hoppenstedt-Studie „Frauen im Management“.

In regelmäßigen Abständen werden zudem unterschiedliche Wirtschaftszweige in Deutschland auf ihre Besonderheiten hin untersucht und ein Branchenmonitor erstellt.

 

 

Ein starkes Projekt braucht starke Partner

Die Diskussion um Frauenquote und weibliche Führungskräfte braucht hochaktuelle, verlässliche und wissenschaftlich aufbereitete Fakten, damit sie effektiv geführt wird. Dazu müssen Zahlen aus verschiedensten Branchen und Unternehmen in ganz Deutschland gesammelt werden. Das ist eine große und zugleich wichtige Aufgabe. Das Unternehmen Hoppenstedt widmete sich ihr mit seiner Studie „Frauen im Management“ seit vielen Jahren und lieferte so notwendige Ergänzungen zur Diskussion über Frauen in Aufsichtsräten und Vorständen der DAX-Unternehmen. Hoppenstedt standen hochrangige Experten der Hochschule Osnabrück zur Seite. Diese dauerhaft angelegte Kooperation wird nun von Bisnode fortgeführt und garantiert den langfristigen Fortbestand der einzigartigen Studie auf höchstem Niveau: damit Diskussionen auch in Zukunft überzeugend bleiben.

 

Hochschule Osnabrück

Die moderne Gesellschaft braucht moderne Hochschulen: Die Hochschule Osnabrück ist eine davon. Sie versteht sich als Hochschule der modernen Dienstleistungsgesellschaft. Als University of Applied Sciences mit bewährten internationalen Studiengängen und Kooperationen gründet sie ihren Bildungsauftrag darin, den angewandten Wissenschaften in Lehre, Studium und Forschung zu dienen.

 

Prof. Barbara Schwarze

Prof. Barbara Schwarze ist seit 2009 als Professorin für Gender und Diversity Studies an der Hochschule Osnabrück tätig. Ihre Schwerpunkte in Lehre und Forschung liegen im Bereich des Fach- und Führungskräftenachwuchses und der Innovationsforschung. Die Diplomsoziologin analysiert und interpretiert für die Studie „Frauen im Management“ die Situation weiblicher Führungskräfte und liefert bei Bedarf auch Handlungsempfehlungen für Unternehmen und Behörden. Parallel ist sie Vorsitzende des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit und engagiert sich als Mitglied des Präsidiums der Initiative D21 in den D21-Themenschwerpunkten „Digitale Integration“ und „Digitale Kompetenz“.

 

Prof. Dr. Andreas Frey

Studiendekan und stellvertretender Dekan Wirtschaftsmathematik, Statistik, Wirtschaftsinformatik. Andreas Frey ist Diplom-Wirtschaftsmathematiker, promovierter Statistiker und seit 2004 Professor für Wirtschaftsmathematik, Statistik und Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Osnabrück. Zuvor entwickelte er als Systemingenieur bei der Siemens AG Algorithmen in Mobilfunksystemen. Seine Schwerpunkte in Lehre und Forschung liegen im Bereich der Statistik. Der Datenexperte entwickelte im Rahmen der Hoppenstedt-Kooperation den analytischen Background der FiM-Datenbank. Er ist Autor zahlreicher Publikationen.

 

Aktualität und Qualität auf ganzer Breite: Die Basis der Studie.

10.000 Datensätze sind bereits eine ganze Menge? Wir haben über 100.000. Die FiM-Datenbank enthält Informationen zu Frauen im Top- und mittleren Management der 200.000 größten Unternehmen Deutschlands aus den Branchen Industrie, Dienstleistung, Handel, Versicherungen, Banken und öffentliche Einrichtungen.
Erfasst werden so insgesamt 650.000 Personen im Management, für die eindeutig eine Zuordnung zum Top- und zum mittleren Management vorgenommen werden kann. Die Datenbank zeigt die Präsenz von über 132.000 Frauen im Management von Unternehmen ab einer Mindestgröße von zehn Beschäftigten und einem Jahresumsatz von mehr als zwei Millionen Euro. Kleinstunternehmen wurden nicht in die Studie aufgenommen, da Managementfunktionen dort in der Regel nicht klar voneinander abgegrenzt werden und so die Studienergebnisse verfälschen würden.

 

Sensible Daten wissenschaftlich aufbereiten: Die Methodik.
Jede Information ist nur so gut, wie die ihr zugrunde liegende Datenbasis. Um die Qualität der Daten immer auf sehr hohem Niveau zu halten, arbeitet eine eigene Fachredaktion mit einhundert Redakteurinnen und Redakteuren daran, alle zu analysierenden Unternehmen regelmäßig und mehrmals im Jahr kontaktieren.
Telefonisch geführte Interviews und schriftliche Kontakte zu den Unternehmen werden ergänzt durch Informationen aus öffentlich zugänglichen Quellen wie dem Bundesanzeiger, dem Handelsregister, Tageszeitungen sowie den Geschäftsberichten der Unternehmen.

 

Die FiM-Datenbank orientiert sich in ihrer Darstellung der Unternehmen nach Beschäftigtengrößenklassen und Umsatz an der Definition des Statistischen Bundesamtes*:

Unternehmen Beschäftigte Jahresumsatz
Kleine Unternehmen 10 bis 50 Beschäftigte 2 Mio. bis 10 Mio. Euro und kein Kleinstunternehmen
Mittlere Unternehmen 50 bis 250 Beschäftigte 10 Mio. bis 50 Mio. Euro und kein kleines Unternehmen
Großunternehmen ab 250 Beschäftigte,
darunter 250 bis 1.000 Beschäftigte,
über 1.000 Beschäftigte
ab 50 Mio. Euro

 

*Definition in Anlehnung an die Umsatz- und Beschäftigtengrößenklassen der Empfehlung (2003/361/EG) der Europäischen Kommission vom 6.5.2003.

 

Klassifikation der Wirtschaftszweige
Die Klassifikation der Wirtschaftszweige erfolgt nach dem so genannten WZ 2008, der Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008. Die FiM-Datenbank betrachtet die Frauen im Management in den Hauptbranchen der Unternehmen (Branchen, in denen ihre überwiegende Tätigkeit ausgeübt wird).