Die größten Automobilhersteller – Standort Wachstum | Länderpräsenz | Global Footprint

Die 17 OEM haben 2017 mehr als 36.500 Tochtergesellschaften und Standorte weltweit – und damit über 10 % mehr als noch 2010, wobei die Anzahl der Standorte seit 2015 sogar um rund 1.000 Standorte gesunken ist.
Die meisten Standorte befinden sich in Asien – jeder zweite ist dort lokalisiert, die Zahl der Standorte hat sich hier jedoch in den letzten sieben Jahren kaum verändert.

Osteuropa ist der große Wachstumsmarkt – aber auf niedrigem Niveau, hier finden sich die wenigsten Dependancen – 2017 sind es rund 1200, fast dreimal so viel wie noch 2010.

In allen Regionen – mit Ausnahme von Nordamerika – ist die Anzahl der Gesellschaften der Konzerne angestiegen

 

 

 

Bei der Betrachtung der Entwicklung in den einzelnen Regionen wird deren Uneinheitlichkeit deutlich. In Osteuropa, dem Markt mit dem größten relativen Wachstum (auf niedrigem Niveau), haben praktisch alle Automobilhersteller neue Standorte, Tochtergesellschaften oder Niederlassungen erschlossen.

Für den Rest der Welt ist ebenfalls eine Expansion fast aller Hersteller, wenn auch auf sehr niedrigem Niveau, festzustellen.
Bezogen auf Asien ist das Bild schon wieder differenzierter, aber auch hier besteht für die Mehrzahl der OEM offensichtlich weiterhin ein Interesse ihre Präsenz in der Region auszuweiten.
In Nordamerika sind es vor allem asiatische Unternehmen, die kräftig zugelegt haben.
In Westeuropa dominieren eher die deutschen Automobilbauer, wobei der ausschlaggebendste Beitrag mit großem Abstand durch Volkswagen geleistet wurde.


Die analysierten OEM sind 2017 in 86 Ländern der Erde präsent.

Fast so viele Länder erreicht auch der Primus der Analyse, der Volkswagen-Konzern. Er ist in 77 Ländern zu Hause. Damit hat der Volkswagen-Konzern eine beispiellose Entwicklung genommen – 2010 lag er mit Standorten in 37 Ländern noch hinter vielen seiner Mitbewerber. Die Daimler AG führte damals mit 49 Ländern die Gruppe an, aber auch General Motors, Peugeot, BMW, Ford und Honda lagen vor den Wolfsburgern.

Die Hauptgruppe der Automobilisten ist in ca. 40 – 50 Ländern präsent, deutlich dahinter liegt eine Gruppe von asiatischen Unternehmen wie Mazda, Tata, Suzuki, Hyundai und Mitsubishi mit bis zu 30 Ländern, in denen sie Tochtergesellschaften und Niederlassungen unterhalten. Die beiden chinesischen Vertreter in der Gruppe Beijing Automotive und Chongqing Changan weisen keine globale Präsenz auf.

 

 

Nach den vorangegangenen Betrachtungen zur Präsenz der Automobilhersteller in den Ländern der Welt überrascht dann auch die abschließende Betrachtung des Global Footprints nicht. Hierbei wurde untersucht, wie hoch der Anteil der ausländischen Tochtergesellschaften und Niederlassungen an der Gesamtanzahl der Standorte der Konzerne ist. Die Nase vorn hat hier die Daimler AG mit 80,72 % knapp vor der Volkswagen-Gruppe mit 76,31 % und dem dritten deutschen Unternehmen im Bunde: BMW mit 72,87 %.

In der nächsten Liga spielen die französischen und amerikanischen Konzerne mit ca. 40 % bis 60 % Beteiligungen außerhalb ihrer Mutterländer.

Die gesamte asiatische Gruppe bildet das Schlusslicht. Ihr Global Footprint liegt nur bei ca. 30 % oder weniger.