Geldwäschegesetz: BKA veröffentlicht Jahresbericht

Am 29.11.2016 veröffentlichte das Bundeskriminalamt (BKA) seinen Jahresbericht des Financial Intelligence Units (FIU).

Betrachtet wird das Jahr 2015. Es gab zahlreiche Ereignisse und Entwicklungen mit erheblicher Bedeutung und Relevanz für die Bekämpfung der  Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Terroranschläge in Frankreich, Migrationswelle nach Europa, Schleußerbanden, weltweiter Handel mit Raubkunst aus den antiken Kulturstätten in Syrien, Geldwäsche und Steuerhinterziehung sind die wichtigsten Schlagworte in diesem Zusammenhang.

Insgesamt gab es in 2015 29.108 Verdachtsmeldungen nach dem Geldwäschegesetz (GWG) in Deutschland. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg über 21% und fast eine Verdreifachung seit 2006. Die Verdachtsmeldungen wurden fast ausschließlich von Kreditinstituten, Finanzdienstleistungsinstituten und Finanzunternehmen erstattet. Von Versicherungsunternehmen wurden in 2015 lediglich 149 Fälle (142 in 2014) gemeldet.

Als erschreckend gering hält FIU die Zahl der Meldungen im Nichtfinanzsektor, besonders bei „Personen, die gewerblich mit Gütern handeln“. Diese haben 22% weniger Verdachtsmeldungen abgegeben als im Vorjahreszeitraum, 116 insgesamt (149 in 2014).

Fazit: Nach wie vor kommt der Nichtfinanzsektor seinen Pflichten nach dem GwG nur unzureichend nach. Insbesondere die Aufsichtsbehörden müssten eindringlicher auf die Pflichten nach dem GwG hinweisen und deren Erfüllung auch nachhaltiger einfordern bzw. durchsetzen.

Der Jahresbericht liefert zahlreiche Statistiken, Analysen und Fallbeispiele, Trends und Typologien.

Diese sind u.a. für Ihre Gefährdungsanalyse sehr hilfreich.

Hier geht es zum Download-Bereich von BKA. Dort können Sie sich den gesamten Jahresbericht herunterladen.

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