Sechs Prozent Frauen im Topmanagement der Informations- und Technologiebranche

Seit neun Jahren Stagnation bei der Stellenbesetzung von Frauen im Topmanagement bei Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)

Darmstadt, 18. November 2015 – Bisnode Deutschland, einer der führenden Anbieter digitaler Wirtschaftsinformationen, veröffentlicht zum heutigen Start des Nationalen IT-Gipfels die Studie „Frauen im Management in der Informations- und Kommunikationstechnologie 2015“ (FiM 2015 IKT).

Die Entwicklung der letzten neun Jahre zeigt: Die IKT-Branche ist bisher kein Vorreiter für mehr Chancen von Frauen im Management. War im Jahr 2006 ein Anteil von 6,0 Prozent an Topmanagerinnen zu verzeichnen, liegt er im Jahr 2015 bei 6,1 Prozent. Häufig genannte Namen von Topmanagerinnen wie Martina Koederitz, IBM, oder Claudia Nemat, Deutschen Telekom, täuschen darüber hinweg, dass sich der Frauenanteil an der Spitze von IKT-Unternehmen in Deutschland nach einem deutlichen Einbruch im Jahr 2010 kaum wieder erholt hat. Während im Mittelmanagement bis zum Jahr 2015 ein Anstieg um knapp 8,0 Prozentpunkte auf 30,2 Prozent erzielt wurde, zeigte sich die Top-Ebene als weitgehend undurchdringbar für weibliche Führungskräfte. Selbst kleine Unternehmen, die aktuell im Durchschnitt aller Branchen 12,7 Prozent an Topmanagerinnen aufweisen, verzeichnen in der IKT-Branche einen Anteil von nur 6,4 Prozent.

Der deutliche Anstieg im Mittelmanagement zeigt, dass es an gezielten Entwicklungsmaßnahmen im Topmanagement fehlt. Selbst in den östlichen Bundesländern, welche meist im Branchendurchschnitt über dem Anteil der westlichen Bundesländer liegen, geht die Besetzung von Top- und Mittelmanagement deutlich auseinander. So sind zwar in Sachsen und Thüringen über 35 Prozent an Mittelmanagerinnen im IKT-Bereich zu verzeichnen, im Topmanagement sind es aber nur 6,3 Prozent (Sachsen) und 5,6 Prozent (Thüringen). Das Land Bremen sticht mit 9,0 Prozent an Topmanagerinnen heraus, während das IKT-starke Land Hamburg mit 5,1 Prozent noch deutlich unter dem Bundesdurchschnitt liegt.

Dr. Eckhard Geulen, Regional Director für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei Bisnode: „Die Studie führt deutlich zu Tage, dass eine große Diskrepanz zwischen der realen Entwicklung und den vielen politischen Debatten liegt.”

Prof. Barbara Schwarze, Professorin für Gender und Diversity Studies, Hochschule Osnabrück: „Die FiM 2015 IKT bietet Unternehmen Handlungsansätze, um die Situation von Frauen im Management zu verbessern. Gerade in der IKT-Branche können Erkenntnisse aus der Studie genutzt werden, um konkrete Ziele zu setzen, sie in der Entwicklung zu überprüfen und mehr Vielfalt und Innovationskraft in die Unternehmen zu bringen.“

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Die schwedische Bisnode Gruppe, mit Unternehmenssitz Stockholm, ist mit über 2.400 Mitarbeitern in 18 europäischen Ländern einer der führenden Anbieter für digitale Wirtschaftsinformationen. Bisnode Deutschland beschäftigt 400 Mitarbeiter an den Standorten Darmstadt, Hamburg, Düsseldorf, München und Freiburg. Das Portfolio umfasst B-2-B- Produkte von D&B und Hoppenstedt. Mit Bisnode Editorial Deutschland und Bisnode Informatics Deutschland existieren Tochtergesellschaften für Datenerfassung, Redaktion und IT-Services. Das Unternehmen verfügt über umfassende Daten zu mehr als 5,1 Millionen deutschen und 100 Millionen europäischen Firmen sowie über das D&B Worldwide Network zu 235 Millionen Unternehmen weltweit. In 2013 betrug der Umsatz der Bisnode Gruppe 3,7 Mrd. Schwedische Kronen (ca. 420 Mill. EURO/Stichtag 31.12.).

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