Bisnode-Studie zum Weltfrauentag

07 Mrz 2018

Deutschland ist hinsichtlich des Einflusses von Frauen auf die Volkswirtschaft auf einem guten Weg.

Der Bisnode Index of Women Influence (BIWI) spiegelt den Einfluss von Frauen auf die Volkswirtschaft in elf europäischen Ländern wider. Deutschland wird vom BIWI ein im Vergleich leicht überdurchschnittlicher weiblicher Einfluss auf die Binnenwirtschaft ausgewiesen.

Rechtzeitig zum Weltfrauentag präsentieren wir die aktuelle Bisnode-Studie, den Bisnode Index of Women Influence (BIWI) 2018. Der BIWI ist ein von Bisnode entwickelter Index, der den Einfluss von Frauen auf die jeweilige Volkswirtschaft in elf europäischen Ländern – Österreich, Kroatien, Tschechien, Deutschland, Ungarn, Norwegen, Polen, Serbien, Slowakei, Slowenien und der Schweiz – betrachtet. Vier zentrale Parameter spiegeln wider, inwieweit weibliche Führungskräfte die Geschicke von Unternehmen beeinflussen:

  • der Anteil von Unternehmen mit weiblichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern am Gesamtmarkt (wobei ausschlaggebend für die Wertung als ein Unternehmen, das von Frauen geleitet wird, zumindest ein weiblicher Geschäftsführer oder ein weiblicher Eigentümer ist)
  • die Mitarbeiterzahl in Unternehmen mit weiblichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern im Vergleich zum Gesamtmarkt
  • der Umsatz von Unternehmen mit weiblichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern im Vergleich zum Gesamtmarkt
  • der Gewinn von Unternehmen mit weiblichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern im Vergleich zum Gesamtmarkt

Der durchschnittliche Einfluss von Frauen auf die Volkswirtschaft in den elf untersuchten europäischen Ländern bildet den Basis-BIWI von 100. Länder mit einem BIWI-Wert über 100 zeichnen sich durch einen vergleichsweise größeren Einfluss von Frauen auf die jeweilige Volkswirtschaft aus, während Frauen in Ländern mit einem BIWI-Wert unter 100 einen vergleichsweise geringeren Einfluss auf die Binnenwirtschaft haben.

Deutschland: 4. Platz im BIWI der untersuchten Volkswirtschaften

Für Deutschland weist der BIWI 2018 einen erfreulichen Wert aus, nämlich 106,0. Deutschland klassiert sich damit über dem Durchschnitt der untersuchten Länder und ist mit Österreich, das auf einen BIWI-Wert von 106,6 kommt, in guter Gesellschaft. Den größten Einfluss der untersuchten Länder haben Frauen in Slowenien mit einem BIWI-Wert von 127,6 und in Ungarn mit einem BIWI-Wert von 124. Deutlich Aufholbedarf hinsichtlich des Einflusses von Frauen auf die Volkswirtschaft haben Tschechien (71,9), Schweiz (78,1), Slowakei (83,3), Norwegen (85,9), Kroatien (89,9) und Serbien (93,2). Einen mehr oder minder durchschnittlichen BIWI-Wert weißt Polen mit 98,5 auf.
Betrachtet man die Platzierungen der Länder in den vier Parametern, dann rangiert Deutschland zwischen den Plätzen 3 und 7:

  • der Anteil von Unternehmen mit weiblichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern am Gesamtmarkt: Rang 7
  • die Mitarbeiterzahl in Unternehmen mit weiblichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern: Rang 5
  • der Umsatz von Unternehmen mit weiblichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern: Rang 4
  • der Gewinn von Unternehmen mit weiblichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern: Rang 3

Weibliche Führungskräfte haben in Deutschland keinen positiven Einfluss auf den Umsatz

  • Die generelle Mitarbeiterzahl in Unternehmen mit weiblichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern in Deutschland ist im Durchschnitt um 6 Prozent niedriger, als die Mitarbeiterzahl in Unternehmen mit männlichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern. In acht der elf untersuchten europäischen Volkswirtschaften ist die Mitarbeiterzahl in Unternehmen mit männlichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern höher als die generelle Mitarbeiterzahl in Unternehmen mit weiblichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern.
  • Der Umsatz in Unternehmen mit weiblichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern in Deutschland ist im Durchschnitt um 15 Prozent niedriger, als der Umsatz in Unternehmen mit männlichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern. In dieser Detailanalyse ist Österreich die Nummer 1 unter den elf analysierten Volkswirtschaften.
  • Der Gewinn in Unternehmen mit weiblichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern in Deutschland ist hingegen im Durchschnitt um 1 Prozent niedriger als der Umsatz in Unternehmen mit männlichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern. Slowenien ist das einzige Land der untersuchten Volkswirtschaften, in dem der durchschnittliche Gewinn in Unternehmen mit weiblichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern höher ist, als der Umsatz in Unternehmen mit männlichen Eigentümern und/oder Geschäftsführern – nämlich um 9 Prozent.
Studie: Bisnode index of women influence Europe

Studie: Bisnode index of women influence Europe

Der Bisnode Index of Women Influence (BIWI) 2018 steht hier als Whitepaper zum Download bereit.

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