Studie

Frauen im Management von Industrie 4.0-Unternehmen deutlich unterrepräsentiert

Frauen im Management Industrie 4.0 - 28 Apr 2016

  • Im Bundesdurchschnitt beträgt der Anteil an Frauen im Management 11,7 Prozent; in Industrie 4.0-Unternehmen werden nur 7,2 Prozent der Top-Managementpositionen von Frauen besetzt
  • Weiterhin gibt es messbare Unterschiede zwischen Ost und West bei der Besetzung von Managementpositionen durch Frauen

Bisnode Deutschland, einer der führenden Anbieter digitaler Wirtschaftsinformationen, hat in Kooperation mit dem „Kompetenzzentrum Frauen im Management“ (Kompetenz-FiM) der Hochschule Osnabrück die Studie „Frauen im Management in Industrie 4.0“ (FiM Industrie 4.0) durchgeführt. Die Ergebnisse der Studie werden im Rahmen des Karrierekongresses WoMenPower 2016 auf der Hannover Messe veröffentlicht.

Im Jahr 2016 beträgt die Frauenquote im Management von Unternehmen im Bundesdurchschnitt 11,7 Prozent. Im Sektor der Industrie 4.0, welcher einen Querschnitt aus den Branchen Elektrotechnik, Maschinenbau sowie Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) darstellt, sind Frauen mit einem Anteil von 7,2 Prozent im Management deutlich unterrepräsentiert. Ziel der Studie ist es, Erkenntnisse zu gewinnen, in welchem Maße diese Branchen fähig sind, die erforderlichen Veränderungen zu mehr Vielfalt und neuen Kompetenzanforderungen in der Führung umzusetzen.

Die FiM Industrie 4.0-Studie betrachtet dabei etwa 22.300 Frauen im Management von Unternehmen in Deutschland. Die Studie kann auf Unternehmensgröße, Bundesländer, Top- und Mittelmanagement und einzelne Wirtschaftszweige weiter heruntergebrochen werden. Durch diese weiteren Variablen kann unter anderem auch belegt werden, dass weiterhin Unterschiede zwischen den „alten“ und „neuen“ Bundesländern bestehen. Mit einer Frauenquote von 21,1 Prozent im Management lagen im Jahr 2016 die ostdeutschen Unternehmen der Industrie 4.0 deutlich vor den Unternehmen im Westen, dort beträgt der Anteil der Frauen im Management nur 18,0 Prozent..

Sylvianne Heinemann, Leiterin der Unternehmenskommunikation für Bisnode in Deutschland: „Die Studie zur Industrie 4.0 zeigt in aller Deutlichkeit, welches Nachholpotenzial einzelne Branchen haben, wenn es darum geht, die Führungsstruktur zu modernisieren.“

Prof. Barbara Schwarze, Professorin für Gender und Diversity Studies, Hochschule Osnabrück: „Die FiM Industrie 4.0-Studie fordert konkrete Branchen dazu auf, mehr Frauen in Führungspositionen einzusetzen. Sie ermutigt aber auch innerhalb einzelner Bundesländer die Potenziale von Frauen im Management zu analysieren und dann Maßnahmen zu ergreifen.“

 

Über Bisnode:

Die schwedische Bisnode Gruppe, mit Unternehmenssitz Stockholm, ist mit über 2.100 Mitarbeitern in 19 europäischen Ländern einer der führenden Anbieter für digitale Wirtschaftsinformationen. Bisnode Deutschland beschäftigt mehr als 400 Mitarbeiter an den Standorten Darmstadt, Hamburg, Düsseldorf, München und Freiburg. Das Portfolio umfasst B-2-B-Produkte aus den Bereichen Risk Management, Compliance, Analytical Insights, Marketing Solutions und Master Data Management. Mit Bisnode Editorial Deutschland und Bisnode Informatics Deutschland existieren Tochtergesellschaften für Datenerfassung, Redaktion und IT-Services. Das Unternehmen verfügt über umfassende Daten zu mehr als 5,1 Millionen deutschen und 100 Millionen europäischen Firmen sowie über das D&B Worldwide Network zu über 300 Millionen Unternehmen weltweit. In 2015 betrug der Umsatz der Bisnode Gruppe 3,5 Mrd. Schwedische Kronen (ca. 381 Mio. EURO / Stichtag 31.12.).

Über das Kompetenzzentrum „Frauen im Management“ (FiM):

Mit dem Kompetenzzentrum „Frauen im Management“ (FiM) bauen die ProfessorInnen Barbara Schwarze, Andreas Frey und Heiko Tapken ihre Expertise in sozialwissenschaftlich-empirischen Studien aus, um über die Situation von Frauen auf der ersten und zweiten Führungsebene in Unternehmen zu informieren. Sie bieten interessierten Bundesländern, Regionen, Branchenvertretungen und Medien die Möglichkeit, konkrete Informationen über den Anteil an Frauen in Führung in ihrer Region zu erhalten und dies mit landes- oder bundesweiten Daten zu vergleichen. Sie ergänzen ihre empirische Arbeit durch aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse und bieten Workshops und Fortbildungen zum Thema „Frauen im Management“.

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