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Black Friday: Von einer unbekannten Idee zum Milliardengeschäft

| November 12, 2020

Am 27. November 2020 ist wieder Black Friday. Bilder wie in den letzten Jahren, wo Hunderte Kaufsüchtige die Geschäfte überrennen, werden wir heuer kaum sehen. Der Black Friday wird sich ins Internet verlegen und den Händlern Milliardenumsätze bringen. Was Experten zum Black Friday sagen und wie man seine Marketing- und Verkaufsaktivitäten für diesen Tag vorbereitet, das erfahren Sie in diesem Artikel.

"Es ist höchste Zeit, mit der Planung zu beginnen, sonst werden die Investitionen nicht durchdacht sein", sagt Niklas Lindblom, Teamleiter bei Consumer Market Analytics bei Bisnode in Stockholm.

Im vergangenen Jahr erzielte der Black Friday, das grosse Verkaufswochenende Ende November, einen Umsatz von gegen 4 Milliarden Euro im gesamten DACH-Raum (Deutschland, Österreich und Schweiz). Für viele Branchen ist es somit eines der wichtigsten Wochenenden des Jahres. Das diesjährige ist bereits das Achte in Folge. War dieser Tag zuvor noch total unbekannt bei uns, so spielt er heute eine sehr wichtige Rolle und ist von der Konsumweltkarte nicht mehr wegzudenken.

"Wir erleben eine Amerikanisierung in vielen Bereichen unserer Gesellschaft. Schauen Sie wir Halloween an, das sich hier mehr und mehr durchsetzt", sagt Niklas Lindblom.

Black Friday, das bedeutet aggressive Kampagnen und noch aggressivere Verkäufe. Beinahe lächerlich sind die Geldsummen, die fliessen. Kein Wunder, dass die Unternehmen diesen Tag ernst nehmen.

Wichtiger als Weihnachtseinkäufe

Für viele Konsumenten ist der Black Friday das wichtigste Wochenende des Jahres für Weihnachtseinkäufe. Vor allem in der Unterhaltungselektronik und Inneneinrichtung wird der Black Friday daher noch wichtiger als bisher.

Viele Unternehmen berichten, dass der Black Friday ihr jährliches Umsatzziel sichert. Natürlich hat er einen Teil des Weihnachtsgeschäfts kannibalisiert, da viele Kunden ihre Weihnachtsgeschenke stattdessen bereits Ende November einkaufen. Es hat eindeutig eine Verschiebung des Konsums bei den Kunden stattgefunden. Deshalb ist es besonders wichtig, dass man sich Gedanken macht, was man vom Black-Friday-Wochenende haben möchte und dass man die richtige Zielgruppe erreicht.

Ohne Plan geht nichts

Wie erfolgreich sind Sie also mit Ihren Verkäufen am Schwarzen Freitag? Laut Niklas Lindblom ist es wichtig, klar zu definieren, wie man als Unternehmen am Black Friday auftritt und dann die Umsetzung im Detail plant.

Es ist notwendig, einen Plan für die wichtigsten Verkaufswochenenden des Jahres zu haben und sicherzustellen, dass er mit der Verkaufsstrategie verknüpft ist. Die Kunden sollen ein einheitliches Bild haben. Nur in den Black Friday zu investieren, nur weil viel darüber geredet wird, ist kein guter Weg.

Niklas Lindblom berichtet von einer typischen Situation, die es zu vermeiden gelte: "Wenn Sie sich aufgrund Ihres Bauchgefühls für den Ausverkauf eines Produkts entscheiden, anstatt zu analysieren, was Ihre Kunden verlangen, dann riskieren Sie, auf wertvolle Kundenerfahrungen zu verzichten."

Ein weiteres Problem ist unter Umständen eine viel zu aggressive digitale Kampagne am Black Friday, die die falsche Zielgruppe erreicht. "Das passiert, wenn die Kampagne auf schlechten Daten aufbaut. Viele Unternehmen optimieren bei den digitalen Kampagnen nur die Kosten, was vielleicht eine "klickfreundliche" Zielgruppe ergibt. Sie stellt sich dann aber weder als loyal noch profitabel heraus. Auf lange Sicht schadet es jedem Unternehmen schaden, wenn sie die wichtigsten Käufergruppen verliert," führt Lindblom aus.

Erstellen Sie eine langfristige Strategie

Um die oben genannten Situationen zu vermeiden, empfiehlt Niklas Lindblom, dass man die bestehenden Kunden und die Zielgruppe des Black Fridays gründlich analysiert. Genau hier kommt die Expertise von Bisnode ins Spiel.

"Unsere prädiktiven Machine-Learning-Modelle basieren auf den bestehenden Kunden und schaffen scharfe Zielgruppen sowohl für die analoge als auch die digitale Ansprache. Zusammen mit einem Segmentierungsmodell ist es somit möglich, eine langfristige datengetriebene Strategie zu erstellen."

Lindblom weist darauf hin, wie wichtig es ist, in allen Prozessen mit der gleichen Datenbasis zu arbeiten.

"Indem Sie Ihre eigenen Daten mit soziodemografischen Informationen und dem Online-Verhalten kombinieren, wissen Sie, wen Sie in welchem Kanal bearbeiten. So sind Sie in der Lage, für jeden Besucher Ihrer Website ein persönliches Erlebnis zu schaffen, selbst für diejenigen, die vorher unbekannt waren."

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