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Corona-Virus: Das sind die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft

| Februar 13, 2020

Der Ausbruch des Corona-Virus dominiert seit Wochen die Schlagzeilen. Die Folgen für die Bevölkerung sind unglaublich tragisch. Es gibt aber auch Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. China beliefert als Exportland unzählige Unternehmen weltweit. Diese sind jetzt dazu gezwungen, ihre Lieferkette abzusichern, um nicht in einen Engpass zu laufen. In diesem Artikel finden Sie die wichtigsten Punkte zum Corona-Virus-Ausbruch auf einen Blick und viele Tipps, wie Sie Ihre Lieferkette schützen.

Dun & Bradstreet hat einen Report veröffentlicht, der die möglichen Auswirkungen des Corona-Virus-Ausbruchs auf die Weltwirtschaft beleuchtet. Der Zweck des Reports ist es, Unternehmen mit Geschäftspartnern in China dabei zu helfen, die Risiken und Auswirkungen auf ihr Business und die Supply-Chain einzuschätzen. Hinter dem Bericht stehen Wirtschaftsexperten und Analysten von Dun & Bradstreet. Er enthält Daten, Erkenntnisse und Empfehlungen für eine Risikoabschätzung bei einer Kappung der Lieferkettung infolge eines verheerenden Ausbruchs des Corona-Virus.

Das Wichtigste auf einen Blick

Der Ausbruch

Im Januar 2020 hat es in Wuhan, Provinz Hubei in China, einen Ausbruch des Corona-Virus gegeben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat ihm kürzlich den offiziellen Namen Covid-19 gegeben. Wuhan ist ein bedeutender Wirtschafts- und Industriestandort. Das Virus hat sich schnell in der Region sowie in weiteren 18 Provinzen ausgebreitet.

Die Reaktion der Behörden

Die chinesische Regierung hat viele Unternehmen in der Provinz zur Schließung gezwungen. Das hat die Wirtschaft stark beeinträchtigt. Es wirkt sich sogar global auf alle Unternehmen aus, die Zulieferer in China haben.

Die betroffenen Regionen

Die Daten von Dun & Bradstreet zeigen, dass in den betroffenen Regionen über 90% der chinesischen Unternehmen ansässig sind. Rund 50.000 sind Tochtergesellschaften und Niederlassungen ausländischer Unternehmen. Auf die Provinzen Guangdong, Jiangsu, Zhejiang, Peking und Shandong entfallen 50 % der Gesamtbeschäftigung und 48 % des Verkaufsvolumens der chinesischen Wirtschaft.

Das Exportland China

Global haben über 51.000 Unternehmen, davon 163 Fortune-1000, einen oder mehrere Tier-1-Zulieferer, mindestens 5 Millionen Unternehmen weltweit (davon 938 Fortune-1000) haben einen oder mehrere Tier-2-Zulieferer in den betroffenen Regionen.

Die betroffenen Sektoren

Die fünf am stärksten betroffenen Sektoren sind Dienstleistungen, Großhandel, Fertigung, Einzelhandel und Finanzdienstleistungen. Sie machen über 80 % der Unternehmen in den betroffenen Provinzen aus. Der Anteil von Dienstleistungen, Großhandel und Fertigung macht rund 65 % aller Unternehmen aus.

Die Prognosen

Noch ist es zu früh, um die Auswirkungen des Corona-Virus-Ausbruchs auf die Weltwirtschaft genau abzuschätzen. Die Erfahrung aus vergangenen Pandemien trägt aber dazu bei, verschiedene Szenarien für die kurz- und mittelfristigen wirtschaftlichen Bedingungen für die Region zu entwickeln. Das lässt eine Einschätzung der Risiken und möglichen Folgen für Unternehmen zu.

Wie Sie Ihre Lieferkette schützen

Während sich der Corona-Virus in China und auch global weiter ausbreitet, bleiben die genauen Auswirkungen auf die Wirtschaft noch unklar. Dun & Bradstreet rät aber allen Unternehmen mit Verbindungen nach China dringend zur Umsetzung der folgenden Maßnahmen, um Risiken so gut wie möglich abzufangen.

Kurzfristige Maßnahmen

  • Entwickeln Sie einen risikobasierten Bewertungsprozess, der sämtliche Risiken überwacht, die die Produktivität Ihrer Lieferkette beeinträchtigen.
  • Prüfen Sie die Lieferanten Ihrer Lieferanten. Stellen Sie damit sicher, dass sie keine negativen Auswirkungen auf Ihr Unternehmen haben.
  • Überwachen Sie Ihre Lieferkette. Stellen Sie sicher, dass Sie die Risiken Ihrer Tier-1- und Tier-2-Lieferanten kennen. Das verschafft Ihnen einen vollständigen Überblick über die gesamte Supply-Chain.
  • Schauen Sie sich nach alternativen Lieferanten um, die nicht in den betroffenen Regionen ansässig sind. So diversifizieren Sie Ihre Lieferkette und sind nicht mehr von einem einzigen Lieferanten oder einer geographischen Region abhängig.

Langfristige Maßnahmen

  • Erstellen Sie Richtlinien und Notfallpläne für Ihre Lieferkette. Suchen Sie nach alternativen Lieferanten in verschiedenen geographischen Regionen, auf die Sie im Notfall zurückgreifen. Ziehen Sie auch ein Dual-Sourcing für kritische Komponenten innerhalt der Lieferkette in Betracht.
  • Prüfen Sie Ihre Strategie regelmäßig. Tragen Sie stets den Veränderungen innerhalb Ihres Unternehmens und im Umfeld Rechnung.
Auswirkungen des Corona-Virus auf die Weltwirtschaft

Auswirkungen des Corona-Virus auf die Weltwirtschaft

Die Studie als PDF

Laden Sie den ganzen Bericht als PDF kostenlos herunter. Er zeigt die aktuelle Lage und die Auswirkungen des Ausbruchs des Corona-Virus in vielen Grafiken und Tabellen.

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