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Die Reise vom Leben mit Daten zum Leben in ihnen

Hier finden Sie die wichtigsten Erkenntnisse unserer Online-Veranstaltung „Power of Data“ vom 27. Mai  

Daten können uns helfen, Lügner zu erkennen und Diebe zu stoppen. Aber nur, wenn wir wissen, wie wir sie die Daten sammeln, kuratieren, analysieren und dann Erkenntnisse daraus ziehen und für uns nutzen. Das erfordert ein radikales Um-denken und echten Einsatz. Der Weg, der vor uns liegt, ist lang, und nur wenige Unternehmen schöpfen das Potenzial der Informationswirtschaft wirklich aus. Hier finden Sie einige wichtige Erkenntnisse zu den drängenden Fragen rund um das Thema „Power of Data“ von heute.

Antti Merilehto

IHRE KUNDEN KÖNNTEN SIE ÜBERRASCHEN

KI-Autor Antti Merilehto, der CGO von Houston Analytics, sagte, dass Kunden vor ihrer eigentlichen Kaufentscheidung nicht immer wissen, was sie wollen. „Es gibt so viele Optionen“, betonte Antti. „Das ist die Welt unserer Kunden.“  

Daher ist es wichtig, Daten von den Orten zu sichern, an denen die Kunden ihre tatsächlichen Kaufentscheidungen treffen, anstatt sich auf das zu verlassen, was sie in einer Umfrage gesagt haben. 

Die Kunden könnten Sie überraschen. Coca-Cola hat zum Beispiel erkannt, dass amerikanische Konsumenten, die ins Kino gehen, wenn sie mit einer ganzen Wand von Selbstbedienungs-Soda-Automaten konfrontiert werden, ihr eigenes Getränk erfinden, indem sie Coca-Cola- und Sprite-Produkte mischen.

Anna Albinsson

NULL-ABFALL-TOLERANZ   

Anna Albinsson, CMO bei Dun & Bradstreet, sagte, dass durch schlechte Organisa-tion gute Daten verschwendet werden. „Obwohl Vertrieb und Marketing in der Reali-tät stark miteinander verbunden sind, bedeutet die mangelnde Zusammenarbeit, dass Daten nicht in Profit umgewandelt werden“, so Albinsson.  

„Ich glaube, ich habe bisher noch mit keinem CMO oder Vertriebsleiter gesprochen, der nicht der Meinung ist, dass sie daran arbeiten müssen, dass Sales und Marketing als Einheit arbeiten“, sagte Anna. „Was wir wollen, ist Bewusstsein und Rück-sichtnahme, weil das Marketing einen Teil der Arbeit macht und der Vertrieb einen anderen Teil, und sie müssen sich in Bezug auf Prozesse, Technik und Menschen abstimmen.” 

Sara Öhrvall

EMOTIONALES MANAGEMENT 

Sara Öhrvall, die Autorin des Buches "Your future self", sieht ein großes Potenzial, aber auch Probleme, wenn sich die Körpertechnologien von außerhalb unseres Körpers nach innen verlagern – zum Beispiel von Fit-Bit-Armbändern zu Zahn-sensoren, die die Nährstoff- und Kalorienaufnahme einer Person messen. 

Um ihre Neugier zu befriedigen, ging Sara aufs Ganze und erlaubte der neuen Technologie, die vielen Datensätze ihres Körpers zu erfassen – nicht nur die kör-perliche Gesundheit, sondern auch die emotionale. „Es mag stressig klingen, aber es hat mir ein gewisses Gefühl der Ruhe und des Verständnisses gegeben, zu wissen, wie mein Körper auf verschiedene Situationen reagierte“, sagt sie. „Ich kann mich selbst besser kennenlernen, wenn ich meine Emotionen mit meinem Kalender und meinen Kontakten verbinden kann. Dann bekomme ich eine Datenbank, in welchen Situationen und bei wem meine Emotionen gut oder schlecht sind.” 

Ayesha Khanna

BLOCKCHAIN LÜGT NICHT  

Dr. Ayesha Khanna, CEO der Beratungsfirma für künstliche Intelligenz ADDO AI, sprach über die Rolle und das Potenzial von Blockchain, um das Kauferlebnis ei-nes Kunden reibungsloser und sicherer zu machen. Zum Beispiel eine Gebraucht-wagenplattform, die mithilfe von Blockchain Daten über die Lebensdauer des Fahr-zeugs sammelt.  

„Niemand kann sagen: 'Das Auto war letztes Jahr in Ordnung' oder 'Nein, ich hatte nie diesen Unfall', weil die KI die Informationen in der Blockchain gespeichert hat und sie antworten können: 'Ja, Sie hatten einen!'“, so Ayesha. 

„Wenn KI und Blockchain auf eine sehr mächtige Art und Weise zusammenkom-men, ist das sehr vertrauenswürdig“, sagte Ayesha. Er fügte jedoch auch hinzu, dass wir vor verunreinigten oder schlechten Daten auf der Hut sein müssen, unabhängig davon, ob dies auf einen Fehler bei der Kuration oder auf absichtliches Herumpfuschen zurückzuführen ist.  

Shefali Roy

ZUGANG NAÏVITÄT 

Die Ethik- und Compliance-Expertin Shefali Roy, Innovate Finance's Most Powerful Women in FinTech List, wies auf das externe und interne Risiko von Datenverletzungen hin. Angriffe von außen sind eine Sache, interne Bedrohungen müssen jedoch ebenfalls ernst genommen werden.

„Wir müssen darüber reden, welchen Zugang wir uns gegenseitig gewähren“, sagte sie und wies darauf hin, dass ein Finanzdienstleistungsmitarbeiter im Durchschnitt Zugriff auf 11 Millionen Dateien hat – eine Keksdose voller Versuchungen für einen Dieb.      

„Keine interne Compliance-Richtlinie der Welt wird mich umstimmen, wenn ich von Natur aus ein unethischer Mensch bin“, sagte Shefali und wies darauf hin, dass beispielsweise Verhaltenskodizes in einer solchen Situation keine Wirkung haben. „Man kann einen Dieb nicht aufhalten“, sagte sie.

Anders Indset

ZOOM & ZOMBIES  

Der Wirtschaftsphilosoph Anders Indset äußerte die Befürchtung, dass wir aus der Pandemie nichts gelernt haben. „Vom Zoom zum Zombie“, sagte er. „Wir werden zurück ins Büro gehen, vor allem, weil wir soziale Tiere sind, aber auch, weil wir in einer Ära leben, die sich durch das definiert, was wir für selbstverständlich halten.“  

Was die Daten betrifft, so sei es derzeit selbstverständlich, sie zu konsumieren, ohne sie zu hinterfragen, und zwar immer mehr und mehr. „Wie Hörbücher in doppelter Geschwindigkeit, während man Yoga macht“, nannte er als Beispiel und füg-te hinzu, dass ein erhöhter Datenkonsum nicht nachhaltig sei, weil der Mensch Grenzen habe. 

Sophie Hackford

SURREAL ESTATE 

Die Corona-Pandemie hat unser Leben verändert und uns neue Räume eröffnet. Neben Videomeetings luden einige Unternehmen ihre Mitarbeiter ein, sich als Avatare in einen virtuellen Arbeitsplatz zu begeben. „Manche nennen das surreale Immobilien“, sagt Futuristin Sophie Hackford. 

Die Räume bieten auch soziale Interaktion und Trost. Sophie zeigte ein Beispiel von Spielern, die eine Beerdigung innerhalb des Spiels abhielten, um einen Gamer zu ehren, der an Covid-19 gestorben war. „Das war wirklich sehr berührend“, sagte sie. „Man musste verstehen, dass wir nicht mit den Daten leben, sondern dass wir begonnen haben, innerhalb der Daten zu leben." 

Foto: Magnus Liam Karlsson

Multiple-Choice-Frage an das Publikum: 

In welchen Bereichen Ihres Unternehmens könnten Daten Ihrer Meinung nach den größten Mehrwert schaffen? 

Finance: 27%       Marketing: 28.3%      Sales: 30.1% 

Compliance: 8.9%      HR: 1.3%      Andere: 4.5%

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