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Stammdatenmanagement als wichtige Basis für Big Data

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Informationen sind die neue Währung von Unternehmen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie die Effektivität Ihrer Ablaufprozesse durch die Kombination von Big Data und Stammdatenmanagement steigern.

Stammdaten vs. Big Data – was ist was?

Stammdaten (auch Master Data) sind die Grunddaten, die innerhalb von Geschäftsprozessen von entscheidender Bedeutung sind. Das können beispielsweise Material-, Kunden-, Produkt- oder Lieferantendaten sein. Sie bilden die Grundlage für automatisierte Prozesse in Unternehmen.

Im Stammdatenmanagement (MDM – Master Data Management) geht es um die Verwaltung dieser Daten. Sie werden gesammelt, selektiert und analysiert. Hierbei kommt der Sicherung von hoher Datenqualität eine wichtige Rolle zu – je besser das MDM, desto höher die Qualität!

Big Data wiederum ist ein Pool an strukturierten, semi-strukturierten und unstrukturierten Daten. Sie stammen aus verschiedensten Quellen wie Internet und Telefon, Kredit- und Kundenkarten, Social Media, Sensorprotokollen oder Verkehrs- und Gesundheitswesen. Ziel ist es, diese großen Datenmengen zu speichern, zu analysieren und auszuwerten, um beispielsweise Trendanalysen, Produktsteuerung oder auch Rasterfahndungen durchzuführen.

Stammdatenmanagement – das A und O für gute Qualität

Die Aufbereitung von Daten und damit die Sicherung einer hohen Qualität ist für gut funktionierende Ablaufprozesse unerlässlich. Bei den Massen an Daten, die uns zur Verfügung stehen und die festgehalten werden, ist das Organisieren der Daten ein Grundbestandteil der Datenarbeit. Diese stellt somit eine Schlüsselposition in vielen Unternehmen dar. Monika Pürsing von Zetvision bemängelt in einem Interview mit IT-DIRECTOR, dass viele Unternehmen kein ordentliches MDM betreiben. Das führe zu riesigen Datensilos und mache das tägliche Geschäft zu einem „Kraftakt“, „sei es durch permanente manuelle Datenpflege oder -abgleich oder fehlende Verlässlichkeit hinsichtlich der Datenqualität“.

Sie möchten mit gut funktionierenden Prozessen arbeiten? Wollen die nötigen Informationen auch dann zur Hand haben, wenn Sie sie brauchen, in korrekter Form? Dann sind Big Data Stammdaten besonders wichtig für Sie. Denn nur wer seine Daten gut einpflegt und säubert, kann auch ihren vollen Wert ausschöpfen.

Nehmen wir das Beispiel einer Marketingabteilung.

Big Data Stammdaten am Beispiel einer Marketingabteilung

Der Data Lake (Big Data) des Unternehmens ist voll bis oben hin mit mehr oder weniger strukturierten Daten, heißt also mit Tabellen, Bildern, Textdokumenten etc. Eine gute Filterung und Aufarbeitung ist deshalb sowohl für die IT als auch für die jeweiligen Fachbereiche, in diesem Fall die Marketingabteilung, unerlässlich. Je besser strukturiert die Daten sind, desto einfacher sind sie für das System zu verarbeiten. Diese Arbeit wird gerne den IT-Abteilungen überlassen, ohne die nötige Zusammenarbeit mit der Fachabteilung zu beachten. Aber auch dort ist es wichtig, die Mitarbeiter für die Pflege von Informationen zu sensibilisieren. Ansonsten könnten ineffizientes Arbeiten durch Verlangsamung von Prozessabläufen und damit auch höhere Kosten als nötig die Folge sein.

Unsere beispielhafte Marketingabteilung möchte nun anhand von Umfragen in ihren Produkt-Geschäften herausfinden, wie Kunden das dortige Angebot, die Beratung etc. empfinden.

Anreicherung von Stammdaten

Sie lässt die Kunden einen Fragebogen ausfüllen und wertet diesen aus. Die Ergebnisse aus der Analyse können nun an die Stammdaten (das jeweilige Produktgeschäft, Mitarbeiterdaten etc.) angereichert werden. Somit sieht die Abteilung genauer, in welchen Stores die Kunden zufriedener sind und wo nicht, zu welchen Uhrzeiten die Zufriedenheit höher ist oder ob es in der Bewertung einen Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Kunden gibt. Das Marketing weiß damit explizit, wo es ansetzen kann.

Gleiches gilt für ein Targeting. Über eine Registrierung geben Kunden Informationen preis, die an die bestehenden Stammdaten angereichert werden können und somit Aufschluss geben über Bedürfnisse und Wünsche. Personalisierte Werbung oder gezielte Anfragen zum ausgewerteten Kaufverhalten führt zu Leadgenerierung.

Ihr Mehrwert von Big Data Stammdaten

Unternehmen, die auch weiterhin wettbewerbsfähig bleiben möchten, sollten das Potenzial nutzen, das sich aus der Kombination von Big Data Analytics und Stammdatenmanagement ergibt. Praktisch jeder Bereich eines Unternehmens kann von einer optimierten Datennutzung profitieren: Egal, ob es darum geht, wirksamere Strategieentscheidungen zu treffen, Prozesse effizienter und kostensparender zu gestalten oder neue Geschäftsmodelle aufzuspüren.

Bessere Datenstrukturierung: Ein gutes Stammdatenmanagement hilft bei der Strukturierung und Aufarbeitung von angereicherten Daten. Zugleich bietet Big Data die Möglichkeit, Stammdaten zu ergänzen und ein feineres Gesamtbild zu liefern.

Bessere Organisation: Egal ob zu Material, Kunden oder Produkten – es entsteht ein Big Picture, das für effizientere und verbesserte Prozesse sowie Serviceleistungen in Unternehmen genutzt werden kann.

Modernes Daten-Management

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