Artikel Digitale Transformation

7 take aways zu den disruptiven Technologien der Zukunft

7 take aways zu den disruptiven Technologien der Zukunft - 09 Okt 2018

Am 4. und 5. Juni fand in Berlin der SingularityU Summit Germany statt. Jörg Bollow, Executive Director Marketing DACH, war auf dieser größten Konferenz für digitale Transformation, künstliche Intelligenz und exponentielle Technologien und teilt seine wichtigsten Erkenntnisse dieser zwei spannenden Tage mit uns.

AI and Robotics

AI and Robotics

Die Entwicklung der künstlichen Intelligenz und von Maschinen hat einen Punkt erreicht, an dem wir nicht umhinkommen, über Ethik und Moral zu sprechen. Maschinen sind nun in der Lage in Kooperation und Interaktion mit dem Menschen Dinge zu tun und beispielweise auch zu produzieren. Anfang Mai diesen Jahres präsentierte Sundar Pichai, CEO von Google, auf der Google Entwicklerkonferenz, dass GoogleDuplex mittels KI in der Lage ist einen Termin beim Friseur oder im Restaurant eigenständig zu organisieren. Das menschliche Gegenüber dürfte  aufgrund des so realen Dialogs kaum bemerkt haben, dass auf der anderen Seite eine Maschine telefoniert. Machen wir uns klar, was das beispielsweise für Kundenservice, Vertrieb und Marketing bedeutet. Es gilt jetzt ganze Unternehmensprozesse neu zu denken – nicht nur in der Produktion.

Cybersecurity

Cybersecurity

Der entstehende Aufwand, die benötigten Kenntnisse und die vorhandene Reife und Vernetzung haben mir neue Erkenntnisse in der Cybersecurity geliefert. Ob DDoS Attacke (Distributed-Denial-of-Service (DDoS)), Datenmissbrauch oder FakeNews. Die Bedrohungslagen und Gegner sind so komplex, dass Paranoia für CTO´s und Behörden tendenziell zum Berufsbild gehören könnte.

In unserer Ära der Digitalisierung muss jeder, ob Privatperson, öffentliche Person, Firma oder Institution das Bewusstsein schärfen, dass jede Minute weltweit eine Bedrohungslage entstehen kann, die sie direkt oder indirekt betrifft. Die Wichtigkeit dessen ist einfach nicht zu unterschätzen! Machen wir uns vertraut und handeln wir bewusst und verantwortungsvoll, die neue DSGVO der Europäischen Union ist ein Denkanstoß dazu!

Organizational design

Organizational design

Die Welt verändert sich – und mit ihr die Arbeitswelt und deren Prozesse. Nehmen wir zum Beispiel agiles Projektmanagement mit Scrum, entsprechenden Development Sprint oder Shared Services. Sie alle benötigen unterschiedliche Arbeitsbedingungen. Wer muss wie und mit wem interagieren oder auch nicht. Prozesse und Umfelder müssen sich den Entwicklungen – Leadership Modelle wie OKRs (Objectives and Key Results), die sich in der Startup Szene bewähren – anpassen und neu durchdacht werden.

Gehen wir nicht davon aus, dass die Organisationen diese Transformation in alten Arbeitswelten optimal bewältigen können. Aus meiner Sicht folgt im nächsten Schritt der Einzug unmittelbarer Technologie in physische Arbeitswelten. Beispielsweise im Kontext des „Internet der Dinge“ (IoT).

Moonshots transformational power

Moonshots transformational power

Nichts ist so mächtig wie eine gute Idee! Als einst John F. Kennedy der Nation mit der „Mission to the moon“ einen neuen Geist einhauchte, entwickelte sich daraus eine positive Kettenreaktion, die die Welt auf einen Schlag positiv elektrisierte. Im Wettrennen mit der Sowjetunion wuchs so eine großartige Idee und Vision für die Menschheit. Diese Geschichte wollen nun Vodafone, Audi und die Part Time Scientists GmbH fortschreiben. So wird ein Vodafone 4G/LTE Funknetz die Kommunikation zwischen dem Landemodul und der zwei Audi lunar quattro´s bereitstellen. Eine wirklich tolle Idee, die begeistert. Allerdings sollte Deutschland hinsichtlich 5G im Mobilfunk und Glasfaser/FTTH nun wirklich einen Zahn zulegen. Diese digitale Netzinfrastruktur ist zentraler Baustein und neuralgischer Punkt für die digitale Zukunft in unserem Land.

De-centralisation of data storage

De-centralisation of data storage

Digitale Großmächte wie Apple, Google, Facebook oder Microsoft wachsen immer weiter. Firmenzukäufe über Firmenzukäufe der Großen lassen das neue Gold unserer Zeit – die Datenozeane – exponentiell ansteigen. Nur zu leicht verliert man den Überblick, wo und wem man die Zustimmung zur Nutzung der eigenen Daten gewährt hat. Nehmen wir an dieser Stelle unsere Datenfreigaben in sozialen Netzwerken, die uns in Kooperation mit anderen Apps eine vermeintliche Vereinfachung und ein besseres Produkterlebnis versprechen, da gibt man doch schnell sein Opt-in, oder?

Wer weiß schon, was danach im Hintergrund passiert. Neben diesen Giganten sind Regierungen, Regime und Geld-/Zahlungssysteme ein weiterer wichtiger Bereich der stark für eine Dezentralisierung der Daten spricht. Neben wir z.B. China mit Social Scores oder Sesame Credit von Alibaba. Social Scores belohnen oder sanktionieren das Verhalten von Bürgern, sie können uns von Leistungen ausschließen oder aber Freiheiten erleichtern oder auch Beeinträchtigen mit sich bringen. Wenn wir wie selbstverständlich mit Apps wie WeChat arbeiten, Waren und Dienstleistungen bestellen, kommunizieren, Geldtransaktionen ausführen entsteht durch unseren digitalen Fußabdruck eine Datenfülle, die durchaus auch ungesund werden kann. In WeChat besteht eine Verknüpfung mit der chinesischen ID-Karte, die im Verdacht steht Texte, Wörter oder auch verdächtige Bilder personenbezogen zur staatlichen Zensur zu nutzen. Wenn wir uns im gleichen Kontext aktuelle Geldsysteme anschauen liegt ebenso der Verdacht nahe, dass totalitäre Regime, bspw. durch Inflation oder das Einfrieren von Konten, ihr Wissen und den Umgang mit personenbezogenen Daten missbräuchlich einsetzen. Was spricht eigentlich dagegen auch weltweit gültige Zahlungsmittel in einer digitalen Welt zu besitzen, die das Individuum vor einem ungewollten Zugriff von außen schützen können. Aus meiner Sicht braucht es eine friedliche Koexistenz beider Zahlungssysteme.

Es bringt derzeit weder etwas die neuen Systeme zu verteufeln oder sogar zu verbieten, noch die alten gänzlich abzuschaffen. Wie würde unsere datengetriebene Welt aussehen, wenn es kein Bargeld mehr gibt? Wollen wir die totale Transparenz und wenn ja, unter welchen Bedingungen?

Blockchain & Cryptocurrencies

Blockchain & Cryptocurrencies

Im Rahmen der Diskussion beim Summit hat sich Blockchain, in der Bedeutung als zentrale Technologie der Zukunft, für mich nochmal verstärkt in den Fokus gerückt – Diskussionen um deren Stromverbrauch hin oder her. Im Übrigen hat bis heute kaum jemand dargelegt, wie es denn um die Transaktions- und Systemverbrauchswerte der Kreditkarten oder Überweisungssysteme bestellt ist. Insofern stellt dies für mich ein Scheinargument der Blockchain Gegner dar. Der zentrale Knackpunkt der Technologie bleibt aus meiner Sicht der Private Key, der benötigt wird, um die Transaktionshistorie zu verändern, beispielsweise um einen Handel abzuschließen und diesen im Verlustfall zu ersetzen. Erst wenn ich einen Private Key mehrfach erzeugen könnte und diesen beispielsweise an meinen Bruder, meine Mutter oder Freundin für den Notfall zur Sicherung übergeben könnte, käme es als Massenmarkt-Lösung in Betracht. Bleibt allerdings derzeit noch das Problem der möglichen Anzahl an Transaktionen pro Sekunde, die technisch realisierbar sind. Diese müssten wahrscheinlich ein Servicelevel heutiger ECoder Kreditkartentransaktionen erreichen, um den Massenmarkt zu durchdringen. Aber – und das zeigen die verschiedenen Krypto-Währungen wie Bitcoin, Ethereum und andere, die allesamt auf der Blockchain-Technologie aufbauen – der Markt und die Nischen für die unterschiedlichen Systeme entwickelt sich rasant und gut. Am Ende des Tages muss uns eins allerdings klar sein, ein „Recht auf Vergessen“ ist systematisch in der Blockchain nicht vorgesehen!

Augmented & Virtual Reality

Augmented & Virtual Reality

Der Siegeszug von Augmented und Virtual Reality ist – last but not least – mein letztes persönliches take away. Ob in der Welt der Spiele, des Lernens oder im Verkauf. Überall kommen diese Technologien zum Einsatz und die Möglichkeiten werden täglich zahlreicher. Wenn Walmart heute seinen Vertrieb zum Black-Friday Sales vorab im POS virtuell trainiert, dann folgen jetzt ganz andere Verwendergruppen. Hier kann man Parallelen zur Entwicklung im Handymarkt mit den Smartphones erkennen. Während das PC-Equipment, und speziell die teuren Grafikkarten, bislang hohe Kosten verursacht haben, erreichen wir zum Beispiel mit der neuen „Occulus Go“ neue Preisdimensionen. Aus meiner Sicht wird es ab jetzt zu einem rasanten Anwender- und Verwendungswachstum kommen – und dies nicht nur in den Spielzimmern oder Laboren. Auch im ganz normalen Alltag unserer Straßen, werden die Nachfolger von GoogleGlass seitens INTEL und anderer Hersteller unser „Er-Leben“ verändern. Von Point-of-interest bezogenen Geo- und Angebotsinformationen im Sichtfeld bis hin zu neuen Erlebniswelten.

 

Executive Director Marketing D/A/CH

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