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IFRS 9: So wird der Abschluss nicht zum Albtraum

- 30 Aug 2018

Der Rechnungslegungsstandard IFRS 9 bringt eine Änderung für die Bewertung der Ausfallwahrscheinlichkeit von Kunden. Mit dem Vorgänger IAS 39 war es noch möglich, diese für ein ganzes Portfolio auszuweisen. Mit dem neuen Standard sind die Unternehmen dazu verpflichtet, die Ausfallwahrscheinlichkeit pro Kunde anzugeben. Welche Probleme das beim Abschluss bringt, und wie Sie diese lösen, erfahren Sie in diesem Artikel.

IFRS 9 macht mit dieser Neuerung den Spalt für kreative Buchführung und das «Spielen» mit dem Gewinn merklich schmaler. Hat die alte Bewertung ein Schlupfloch für eine sogenannte «kreative Buchführung» geboten, so führt der neue Standard dazu, dass Unternehmen nicht mehr für ganze Kundengruppen bei 100%, sondern bei exakt der Ausfallwahrscheinlichkeit festlegen müssen. 

Kreative Buchführung wird mit IFRS-9 viel schwieriger oder sogar unmöglich. Die Folge: Unternehmen sind dazu gezwungen, das Delkredere sehr nahe oder exakt bei der effektiven Ausfallwahrscheinlichkeit zu bilden. Spielereien, um den Gewinn kleiner zu machen, sind nicht mehr möglich.

IFRS-9 bedeutet Mehraufwand für Unternehmen

IFRS 9 hat aber auch unangenehme Seiten. Jedes Unternehmen macht vierteljährlich oder sogar monatlich einen Abschluss und muss neu die exakte Ausfallwahrscheinlichkeit für jeden einzelnen Kunden auszuweisen. Das bringt einige Herausforderungen mit sich, denn eine solche Einschätzung ist nicht nur schwierig, sondern aufwendig und zeitraubend - vor allem bei großen Portfolios. Dass die Auditoren nur Werte akzeptieren, die aus zuverlässigen Quellen stammen, kommt erschwerend noch dazu.

Ausfallswahrscheinlichkeit pro D-U-N-S®-Nummer

Die Lösung sind professionelle Datenanbieter und Wirtschaftsauskunfteien wie Bisnode oder Dun & Bradstreet. Sie führen Datenbanken mit Informationen über so ziemlich jedes Unternehmen. Bisnode verfügt über Daten von rund 700.000 Unternehmen in der Schweiz, Dun & Bradstreet sogar von 300 Millionen auf der ganzen Welt.

Über jedes Unternehmen liegen Stammdaten wir Firmenname, Adresse, etc. vor. Darüber hinaus erhält jedes einen Score, also eine Risikobewertung, die Auskunft über die Bonität der Firma gibt. Bisnode beispielsweise erhält im Rahmen des DUN Trade® Programms anonymisierte Debitorendaten von nationalen und internationalen Unternehmen aller Branchen. Diese Informationen bilden einen der größten Zahlungserfahrungspools und zeigen, wie es um die Zahlungsmoral steht.

In Ihrem Fall sieht der Ablauf folgendermassen aus: Sie unterliegen IFRS-9 und stehen vor einem Buchhaltungsabschluss und benötigen pro Debitor eine extakte Ausfallwahrscheinlichkeit. Sie wenden sich an eine Wirtschaftsauskunftei wie Bisnode und übermitteln Ihre Debitorendaten. Bisnode ergänzt bei jedem Unternehmen, falls noch nicht vorhanden, die D-U-N-S®-Nummer und im zweiten Schritt die exakte Ausfallswahrscheinlichkeit.

Ersteres ist für den Auditor von entscheidender Bedeutung. Er muss wissen, woher die Informationen stammen. Bisnode mit der D-U-N-S®-Nummer gilt dabei als verlässliche Quelle.

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