Artikel Datengesteuertes Marketing

Besteht noch Spielraum für Innovation im E-Mail-Marketing?

E-Mail Marketing - 20 Apr 2017

Wir schreiben das Jahr 1994. Jeder eilt ins Kino, um die Filme „Der König der Löwen“ und „Forrest Gump“ anzusehen. Wir hören Lieder wie „Black Hole Sun“ von Soundgarden und „Hallelujah“ von Jeff Buckley. Und Kinder setzen die erste Playstation auf ihre Nikolaus-Wunschliste.

Und das moderne E-Mail-Marketing kommt auf

Natürlich gab es auch ein Vor-1994. Schließlich wurde die erste E-Mail im Jahr 1971 versendet, und die erste Spam-E-Mail trat wenige Jahre später in Erscheinung, 1978. Die erste Website tauchte 1991 auf und der erste Werbebanner im Jahr 1993. In Sachen E-Mail-Marketing ist all dies ziemlich prähistorisch.

Zwei Ereignisse sorgten für dessen Aufkommen im Jahr 1994

Die Verbreitung des E-Commerce, nachdem eBay und Amazon gegründet wurden.

Der Start von drei bahnbrechenden Diensten:

  • AOL: Internetzugang für jedermann
  • Hotmail: kostenlose E-Mail-Adresse für jedermann
  • Yahoo: erste globale Suchmaschine

Ab diesem Zeitpunkt hat sich das E-Mail-Marketing bis in die heutige Zeit hinein stark weiterentwickelt.

Die erste E-Mail-Kampagne im Jahr 1999

Die Verbreitung von Spamfiltern im Jahr 2003 führte zu einem Umdenken in Bezug auf die Art, wie E-Mails gestaltet werden.

Das responsive Design hielt Einzug und sorgte dafür, dass die E-Mail-Nachricht auf allen Arten von Plattformen richtig dargestellt wird. Dies sind noch lange nicht alle Transformationen, die das E-Mail-Marketing durchlaufen hat.

Wenn man auf diesen holprigen und irgendwie schon etwas alten Weg zurückschaut, stellt man sich unweigerlich die Frage, ob die Zukunft dieses Kanals noch viele Innovationen mit sich bringt oder ob wir langsam an die Grenzen des E-Mail-Marketings stoßen.

Zwei wichtige Fragen

Ein Innovationsstopp im E-Mail-Marketing könnte nur auf zwei mögliche Feststellungen zurückzuführen sein:

1. Wir benötigen keine E-Mails mehr, weil wir als Ersatz einen besseren Kanal haben, der sofort einsatzbereit ist.

2. Es läuft bereits alles so gut, dass keine Innovationen mehr nötig sind. Lassen Sie uns die beiden Feststellungen näher betrachten:

Im Vergleich zu E-Mails sind Postwurfsendungen zu teuer, Telefonmarketing ist zu aufdringlich, und SMS-Nachrichten, die nur Text enthalten, erzielen nicht die gewünschte kommunikative Wirkung. Mitteilungen auf unseren Mobiltelefonen sind interessant, aber volatil. Social Ads werden am Ende sicherlich eine Alternative sein, aber sie bieten einfach noch nicht genügend Möglichkeiten zur Personalisierung. Und personalisierte, zielgerichtete Banner sind manchmal auch ziemlich unheimlich.

So stellen wir im Jahr 2016 fest: Die Suche nach einem kostengünstigen Kanal, der viele Möglichkeiten zur Personalisierung bietet, aber nicht als aufdringlich wahrgenommen wird, ergibt keine zuverlässige Alternative zu E-Mails.

Seien wir realistisch: Wenn wir eine E-Mail an die Kontakte in unserem Verteiler senden (Personen, die unsere Mitteilungen erhalten möchten), erreichen wir in der Regel, dass im Schnitt 25 % der Empfänger unsere Nachricht öffnen, davon klicken 25 % auf Inhalte. Damit liegt die globale Effizienz bei 6 %. Da können wir sicherlich mehr herausholen. Um uns zu motivieren, dürfen wir nicht vergessen, dass die erste Dampflok eine Effizienz von 5,4 % hatte, während moderne Magnetschwebebahnen auf 95 % kommen.

Also steht eines fest: Da es noch keine Alternative gibt und viel Verbesserungspotenzial besteht, müssen wir im E-Mail-Marketing weiterhin an Innovationen arbeiten. Somit steht fest: Es gibt noch Spielraum für Innovationen.

Im Rahmen meiner Tätigkeit als Digital Consultant bei Bisnode spreche ich mit rund 100 Kunden und potenziellen Kunden pro Jahr. Aus dieser Erfahrung konnte ich die Frustrationen und Erwartungen in Verbindung mit E-Mail-Marketing in einer Liste zusammentragen.

In meinem nächsten Artikel geht es um die Anforderungen im E-Mail-Marketing der Zukunft.

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