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Kunde zahlt Rechnung nicht: Mit diesen 9 Tipps kommen Sie an Ihr Geld

16 Nov 2017

Gut zureden oder drohen? Zuckerbrot oder Peitsche?

Zahlt ein Kunde Ihre Rechnung nicht, gibt es viele Wege, ein wenig nachzuhelfen. Doch nicht bei allen wirken Mahnungen, Betreibungen oder psychologische Tricks gleich. In diesem Artikel finden Sie die 9 besten Tipps, wie Sie an ihr Geld kommen.

Arbeit erledigt und geliefert, Rechnung geschrieben und gesendet. Nun der große Frust – der Kunde zahlt nicht. Das ist unangenehm. Säumige Zahler stellen für kleine oder mittlere Unternehmen unter Umständen sogar ein echtes Existensrisiko dar. Fehlen die flüssigen Mittel für das Personal oder für Investitionen, geht es schnell einmal ans Eingemachte.

Soweit muss es nicht kommen. Bringen Sie Struktur in Ihre Buchhaltung. Prüfen Sie vor dem Geschäftsabschluss, wie es um die Zahlungsmoral Ihres Kunden steht. Machen Sie es ihm dann so einfach wie möglich, die Rechnung zu begleichen und belohnen Sie eine frühe Zahlung sogar mit einem Rabatt. Kommt das Geld dennoch nicht, dann erhöhen Sie kontinuierlich den Druck.

Wie das im Detail aussieht, verraten die folgenden 9 Tipps und Tricks.

1. Senden Sie korrekte Rechnungen

Achten Sie darauf, dass die Rechnung alle nötigen Informationen enthält und dass diese Angaben korrekt sind. Im Detail sind das Name und Adresse des Lieferanten und des Empfängers, das Lieferdatum, eine genaue Beschreibung der Lieferung oder Dienstleistung, der Preis und der Mehrwertsteuerbetrag. Senden Sie die Rechnung elektronisch, dann fügen Sie unbedingt eine digitale Signatur ein. Erhält Ihr Kunde eine formell und inhaltlich korrekte Rechnung, fällt es ihm viel leichter, diese zu bezahlen und er erspart sich unnötiges und zeitfressendes Rückfragen.

2. Bieten Sie verschiedene Zahlungsformen an

Machen Sie es dem Kunden so einfach wie möglich, das Geld zu überweisen. Bieten Sie ihm dazu verschiedene Zahlungsformen wie Rechnung, Direktüberweisung oder PayPal an. Fragen Sie bei Ihren Kunden trotzdem nach, ob sie eine andere Zahlungsart bevorzugen.

3. Vereinbaren Sie Zahlungsfristen

Laut der deutschen Gesetzgebung hat die Zahlung sofort nach Erbringung der Leistung zu erfolgen, sofern keine konkrete Frist vereinbart wurde. Räumen Sie dem Kunden eine Frist ein, gewähren Sie ihm im Prinzip einen Lieferantenkredit.

4. Arbeiten Sie mit psychologischen Tricks

"Neun von zehn Personen zahlen Ihre Steuern innerhalb der Frist". Diesen einfachen Satz druckt die britische Steuerbehörde auf die Steuerbriefe. Eigentlich eine unscheinbare und fast lächerlich einfache Maßnahme, trotzdem erzielt sie eine gewaltige Wirkung. Die Zahlungsrate verbesserte sich von 30 auf 35%, was hunderte Millionen Pfund in die Steuerkasse schwemmte. Dieser kleine psychologische Trick ist deshalb so effektiv, da er an die Ehrlichkeit der Menschen appelliert anstatt ihnen zu drohen.

5. Gewähren Sie Skonto

Belohnen Sie diejenigen, die früh zahlen, mit einem kleinen Rabatt. In Deutschland sind in der Regel 2-5% bei sofortiger oder Barzahlung bzw. innerhalb der ersten 14 Tage üblich.

6. Arbeit gegen Geld

Ist einer Ihrer Kunden ein säumiger Zahler, dann behalten Sie die Arbeit oder einen Teil davon einfach zurück. Schließlich haben auch Sie Kosten für Material und Personal, für die Sie aufkommen müssen.

7. Suchen Sie das Gespräch

Sämtliche Versuche, den Kunden zum Zahlen zu bewegen, haben nicht gefruchtet, auf Ihre Mahnungen kommt keine Reaktion. Der nächste Schritt ist eigentlich die Zwangsvollstreckung. Bevor Sie diese aber einleiten, suchen Sie das persönliche Gespräch mit dem Kunden. Während er Mahnungen öfters einfach weglegt oder ignoriert, muss der Kunde sich einem persönlichen Gespräch stellen. Bauen Sie bestimmt Druck auf und besprechen Sie, welche Varianten im Raum stehen. Verspricht der Kunde, den Ausstand zu begleichen, dann lassen Sie sich das schriftlich bestätigen. Das persönliche Gespräch ist außerdem die Gelegenheit, über Ratenzahlungen oder eine Fristverlängerung zu reden. Auf diese Weise ersparen Sie dem Kunden eine Zwangsvollstreckung und sich selbst hohe Gebühren.

8. Mahnen Sie Ihre Kunden

In Deutschland sind bis zu drei Mahnungen bei säumigen Kunden üblich, dies ist jedoch keine gesetzliche Vorgabe. Sie als Unternehmer können selbst bestimmen, wie, wann und wie oft Sie mahnen. Die Form ist völlig frei. Es muss nicht zwingend ein Brief sein. E-Mail, Telefonat, mündliche Form oder SMS sind ebenso zulässig. Senden Sie die erste Mahnung zehn Tage nach Ablauf der ursprünglichen Zahlungsfrist, die zweite und dritte jeweils 20 Tage nach Ablauf der Frist der vorhergegangenen Mahnung. Wichtig: Drohen Sie mit Konsequenzen und setzen Sie diese auch durch. Wenn Sie das nicht tun, wird Sie keine Firma mehr ernst nehmen.

9. Lernen Sie aus Ihren Erfahrungen

Zahlt eine Firma ein oder zwei Mal schlecht, dann ist das ein Indiz, dass sie auch in Zukunft schlecht zahlen wird. Sieht es bei Ihnen in Bezug auf Cash eher eng aus, dann lassen Sie von Geschäften mit schlechten Zahlern eher die Hände. Ein anderer Weg ist es, die Bonität dieser Firma zu prüfen.

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