Wirtschaftlich Berechtigter: Diese Richtlinien müssen Sie kennen

Wirtschaftliche Berechtigter - 07 Nov 2018

Skandale wie die Panama Papers, Unaoil und VimpelCom haben gezeigt: Es besteht eine absolute Notwendigkeit einer robusten Customer Due Diligence. Doch wie identifiziert man den wirtschaftlich Berechtigten in komplexen Unternehmenkonstrukturen? Unser E-Book zeigt, wie Sie Strukturen verstehen, versteckte Beteiligungen aufdecken und wie Sie sich im Dschungel der internationalen Verordnungen und Richtlinien zurecht finden.

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Immer wieder sind es komplexe und undurchsichtige Berechtigungsstrukturen, mit denen Unternehmen ihre letztendlichen Eigentümer verschleiern. Die Identifizierung ist dementsprechend schwierig und aufwendig. Es gibt aber weitere Hindernisse beim Auffinden der wirtschaftlich Berechtigen wie abweichende Eigentumsdefinitionen, Nachlässigkeit bei der Offenlegung und bewusste Nichtzusammenarbeit.

Schwellenwerte wirtschaftlicher Berechtigungen

Die Offenlegung des wirtschaftlich Berechtigten ist nichts Neues. Im internationalen Kontext gibt es viele rechtliche Rahmenbedingungen, um Eigentums- und Kontrollstrukturen offen zulegen – alle mit dem Zweck, Betrug, Korruption, Steuerhinterziehung oder Kriminalität zu verhindern.

Die wichtigsten 8 sind die Folgenden.

  • FATCA: 10% Beteiligungsgrenze oder ein geringerer Wert für ausländische Anlageinstrumente
  • CRS: 10% Beteiligungsgrenze
  • OFAC: 50% Regel
  • Politisch exponierte Personen und deren Angehörige (PEP): Ein Schwellenwert von nur 1% oder 0,01% ist erforderlich
  • FinCEN Final Rule: 25% Beteiligungsgrenze
  • 4th EU AML Directive: 25% der Anteile oder Stimmrechte an einer juristischen Person. Nach Ausschöpfung aller möglichen Mittel und unter der Voraussetzung, dass keine UBO festgestellt werden kann, gilt/gelten die natürliche(n) Person(en), die die Position eines geschäftsführenden Gesellschafters innehat/innehaben, grundsätzlich als UBO.
  • Dodd-Frank [Abschnitte 13(d) und 13(g)]: Wirtschaftlich Berechtigte von mehr als 5% bestimmter Wertpapiere sind verpflichtet, Informationen über diese wirtschaftliche Berechtigung offenzulegen.
  • SEC – 506(e): Verlangt von den Emittenten die Durchführung einer Due Diligence bei jeder Person, die nach Abschluss eines Verkaufs von Wertpapieren zu 20% wirtschaftlich berechtigt ist.

Richtlinien sind das eine, die Umsetzung in der Praxis ist aber eine ganz andere Geschichte. Denn mehr Regeln bedeutet mehr Zugang zu Informationen. Doch diese sind nach wie vor nur begrenzt verfügbar. Oft ist man bei der Prüfung von der Offenlegung durch den Kunden oder Lieferanten abhängig. Doch Transparenz ist genau das, was krude Unternehmen tunlichst vermeiden.

Es kommt erschwerend dazu, dass die verschiedenen Regelungen ineinander nicht schlüssig sind. Die Prüfung nach einer bringt nicht zwingend das gleiche Resultat wie diejenige nach einer anderen mit abweichenden Kriterien.

Um absolute Gewissheit über den wirtschaftlich Berechtigten zu erlangen, braucht es weitere Schritte. Dabei gibt es verschiedene Ansätze wie die Anwendung eines risikobasierten Ansatzes für wirtschaftlich Berechtigte oder das Aufzeigen des direkten und indirekten Eigentums. Ersteres bezeichnet die Einteilung der wirtschaftlich Berechtigten in die 3 Kategorien Geschäftsführer, wesentliche Aktionäre und tatsächliche Drittaktionäre. Letzteres gibt Aufschluss, ob eine einfache indirekte, eine mehrstufig indirekte Beteiligung oder eine Zirkelbeziehung vorliegt.

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